Kleine Füchse bleiben zuhause – für Kinder, die kreativ oder sportlich sind

Die aktuelle Situation ist für alle Familien – und vor allem für die Kinder – eine große Belastung. Besonders hochbegabte Kinder wollen Neues entdecken und langweilen sich schnell, wenn sie kognitiv nicht genug gefordert werden. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Eltern ihre Kinder auch zu Hause in ihrer Entdeckerfreude unterstützen können.

Zusätzliche Anregungen erhalten Sie auch in unserem Webinar: Hier treffen Mütter und Väter begabter und hochbegabter Kinder in einer von unseren erfahrenen Psychologinnen moderierten Videokonferenz auf Gleichgesinnte, tauschen sich über Fördermöglichkeiten aus und nutzen den Erfahrungsschatz unserer Psychologinnen, um Antworten auf wirklich wichtige Themen zu finden.

Spielideen…

Experimente mit Farben und Malerei versprechen ebenfalls Abwechslung. Was passiert, wenn ich Blau und Gelb mische? Welche Farben muss ich verbinden, um Orange zu erhalten? Dies lässt sich ganz einfach mithilfe von flüssiger Farbe / Lebensmittelfarbe und Pipetten herausfinden. Während drei Behälter mit den drei Grundfarben gefüllt werden, gilt es anschließend diese drei Farben mithilfe der Pipetten in weiteren Gefäßen zu neuen Farben zu mischen. Doch auch das Konstruieren langer Kugelbahnen und das kreative Bauen mit Lego oder Supermag bereitet vielen Kindern Freude. Alltagsgegenstände wie Taschenrechner, Zollstock, Uhren, Kalender oder Waagen laden außerdem dazu ein, Gegenstände auszumessen, zu wiegen, zu schätzen und zu vergleichen.

… für Kinder, die gerne kreativ sind, gerne bauen oder konstruieren

… für Kinder, die im Moment den Sport vermissen

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Kleine Füchse bleiben zuhause – für Kinder, die die Welt entdecken wollen

Die aktuelle Situation ist für alle Familien – und vor allem für die Kinder – eine große Belastung. Besonders hochbegabte Kinder wollen Neues entdecken und langweilen sich schnell, wenn sie kognitiv nicht genug gefordert werden. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Eltern ihre Kinder auch zu Hause in ihrer Entdeckerfreude unterstützen können.

Zusätzliche Anregungen erhalten Sie auch in unserem Webinar: Hier treffen Mütter und Väter begabter und hochbegabter Kinder in einer von unseren erfahrenen Psychologinnen moderierten Videokonferenz auf Gleichgesinnte, tauschen sich über Fördermöglichkeiten aus und nutzen den Erfahrungsschatz unserer Psychologinnen, um Antworten auf wirklich wichtige Themen zu finden.

Spielideen…

… für Kinder, die die Welt entdecken wollen

Verschiedene Radioangebote für Kinder haben ihr Programm erweitert und stellen Podcasts ins Internet. NDR und SWR laden außerdem immer wochentags um 16 Uhr zu einer Vorlesestunde per Livestream mit berühmten Kinderbuchautorinnen wie Cornelia Funke, Kirsten Boie oder Isabel Abedi ein. Noch mehr kulturelle Einblicke versprechen virtuelle Rundgänge durch Museen wie das Louvre in Paris oder das Bode-Museum in Berlin. Mit jüngeren Kindern kann man Stück für Stück die Welt entdecken. Der Globus verrät schließlich nicht nur, wie die Erde aus dem Weltall betrachtet aussieht, sondern auch, welches Land wo liegt. Und welche Flagge hat welcher Staat? Die Flaggen können in ein eigens gestaltetes Flaggenbuch gemalt oder ausgedruckt und eingeklebt werden.

… für Kinder, die Freude an kulturellen Angeboten haben

Experimente mit Farben und Malerei versprechen ebenfalls Abwechslung. Was passiert, wenn ich Blau und Gelb mische? Welche Farben muss ich verbinden, um Orange zu erhalten? Dies lässt sich ganz einfach mithilfe von flüssiger Farbe / Lebensmittelfarbe und Pipetten herausfinden. Während drei Behälter mit den drei Grundfarben gefüllt werden, gilt es anschließend diese drei Farben mithilfe der Pipetten in weiteren Gefäßen zu neuen Farben zu mischen. Doch auch das Konstruieren langer Kugelbahnen und das kreative Bauen mit Lego oder Supermag bereitet vielen Kindern Freude. Alltagsgegenstände wie Taschenrechner, Zollstock, Uhren, Kalender oder Waagen laden außerdem dazu ein, Gegenstände auszumessen, zu wiegen, zu schätzen und zu vergleichen.

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Kleine Füchse bleiben zuhause

Die aktuelle Situation ist für alle Familien – und vor allem für die Kinder – eine große Belastung. Besonders hochbegabte Kinder wollen Neues entdecken und langweilen sich schnell, wenn sie kognitiv nicht genug gefordert werden. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Eltern ihre Kinder auch zu Hause in ihrer Entdeckerfreude unterstützen können.

Zusätzliche Anregungen erhalten Sie auch in unserem Webinar: Hier treffen Mütter und Väter begabter und hochbegabter Kinder in einer von unseren erfahrenen Psychologinnen moderierten Videokonferenz auf Gleichgesinnte, tauschen sich über Fördermöglichkeiten aus und nutzen den Erfahrungsschatz unserer Psychologinnen, um Antworten auf wirklich wichtige Themen zu finden.

Spielideen…

Kinder, die gerne logisch Denken, haben etwa oft Freude an Gesellschafts- oder Strategiespielen. Während Klassiker wie Schach, Mühle oder Dame in der Regel zu zweit gespielt werden, gibt es zahlreiche „Smart Games“ (oder „Thinkfun“), bei denen (hochbegabte) Kinder allein knobeln können. „Metroville“ (Jumbo Spiele) lädt etwa zum Bauen komplizierter U-Bahn-Netze ein. Wird es gelingen, die Metro in der richtigen Reihenfolge zu den Haltestellen zu schicken und sind alle Weichen passend gestellt? Zebras, Löwen, Elefanten und Nilpferde müssen im Logikspiel „Suchen und Finden – Safari“ (Jumbo Spiele) versteckt werden. Auch beim Lösen des Zauberwürfels oder von Sudokus ist die Zeit schnell einmal vergessen.

… für Kinder, die gerne knobeln und rätseln

  • Smart Games, z.B. Metroville (Jumbo Spiele) oder Safari – suchen und finden (Jumbo-Spiele), laden zum Knobeln ein
  • Spannung verspricht auch Thinkfun, z.B. Rushhour
  • Wer Freude an kniffligen Denksportaufgaben hat, findet sicherlich in der Logicals-Reihe etwas für sich
  • Auch klassische Strategiespiele wie Schach, Mühle oder Dame verlieren nie ihren Reiz
  • Zauberwürfel
  • Sudokus
  • Rätselseiten im Internet

Ältere Kinder haben nun viel Zeit zu lesen. Bücher zum Philosophieren stellen Fragen, auf die es nicht die eine richtige Antwort gibt. Wer bin ich? Was passiert mit dem verstorbenen Kanarienvogel? Muss man immer die schonungslose Wahrheit sagen oder darf man manchmal auch ein bisschen flunkern, um niemanden zu verletzen? Die Fragen, die sich bei der Lektüre ergeben, können gemeinsam im Familienkreis diskutiert werden.

… für Kinder, die Sprachakrobaten sind

  • Bücher, die zum Philosophieren einladen
    • Das kleine Ich bin ich, Mira Lobe
    • Gehört das so?!: Die Geschichte von Elvis, Peter Schössow
    • König Wirklichwahr, Edith Schreiber-Wicke
  • Spiele, die sprachlich herausfordernd sind
    • Green Stories
    • Tabu (Parker)
    • Activity (Piatnik)
  • … und natürlich viele dicke Bücher lesen!

Spannung versprechen auch kleine naturwissenschaftliche Experimente, die man zu Hause durchführen kann. Wie baut man eine Lavalampe oder Lochkamera selbst? Wie kommt es zum Stau auf der Autobahn? Und wie verändert die Schwerelosigkeit Astronauten? Wie es im Weltall aussieht, können Kinder (und Erwachsene) aktuell über die Bild- und Videodatenbank der NASA entdecken. Unter dem Titel „Terra X statt Schule“ gestaltet das ZDF einen Youtube-Kanal mit zahlreichen Dokumentationen für Kinder. Von Naturwissenschaften und Mathematik über Deutsch, Geschichte und Politik hin zu Philosophie und Musik ist dort für jedes Interessensgebiet ein passendes Thema vertreten. Auch die Sendung mit der Maus läuft im Moment täglich im Fernsehen.

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Hochbegabt – oder doch nur hoch anstrengend?

Liebe Eltern,

„Unser Kind schläft nie. Es ist ständig auf Achse, unruhig, zappelig, launisch. Und dann gibt es wieder die Momente, wo wir kaum fassen können, was es da gerade gesagt oder getan hat. Unglaublich, über welchen Wortschatz es verfügt, was es alles aufschnappt und an was es sich erinnern kann. Wenn wir bloß wüssten, ob das normal ist. Wir haben schon öfter darüber nachgedacht, ob unser Kind besonders intelligent sein könnte. Aber wenn wir dann sehen, wie es sich wütend auf den Boden schmeißt, weil wir eine andere Seife gekauft haben als sonst, dann fragen wir uns eher, was da mit unserem Kind nicht stimmt.

Gute Freunde von uns haben ihr Kind tatsächlich mal testen lassen, weil es ihnen ähnlich ging. Sie sind mittlerweile sehr froh darüber, Klarheit zu haben. Ihr Kind ist hochbegabt. Seitdem liefen einige Dinge besser. Nach wie vor sei aber ein Problem, dass sie nicht wüssten, mit wem sie offen darüber sprechen können. Jeder würde ja denken, man wolle sich oder sein Kind in ein besseres Licht stellen oder dann habe man doch gar keine Probleme im Kindergarten, in der Schule und in der Erziehung.“

Kommt Ihnen hier etwas bekannt vor? Vielleicht befinden Sie sich auch in einer solchen oder ähnlichen Situation. Sie fragen sich, ob ihr Kind hochbegabt sein könnte oder wissen es sogar schon. Und jetzt?

In unserem nächsten Webinar am 19. Mai von 19:00-21:00 Uhr beantwortet unsere Psychologin Frau Ulrike Rebstock Ihre grundlegenden Fragen zum Thema „Hochbegabung“. Außerdem erhalten Sie Gelegenheit, sich mit anderen Eltern begabter und hochbegabter Kinder auszutauschen. Bitte melden Sie sich über , über 0611 – 991 76 31 oder unser Online-Formular an, anschließend erhalten Sie den Zugang zum Webinar und eine entsprechende Anleitung per E-Mail zugesandt. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen 25 € .

Alles, was Sie für die Teilnahme am Webinar benötigen, ist ein internetfähiges Gerät wie PC, Laptop, Tablet oder Handy, das bestenfalls mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet ist. Haben Sie kein Mikrofon und keinen Lautsprecher, können Sie sich auch via Telefon hinzuschalten. Gerne unterstützen wir Sie bei der technischen Einrichtung.

Wir freuen uns, Sie im neuen Webinar-Format der Stiftung Kleine Füchse begrüßen zu dürfen!

Die Kooperation mit der Stadt Ingelheim

Ein Modellprojekt für unsere Kooperation mit Städten und Gemeinden

Die Stiftung Kleine Füchse ist bereits seit 2008 in Ingelheim aktiv. Zu Beginn der Kooperation stand die Zusammenarbeit mit zunächst vier ortsansässigen Kindertagesstätten unter der Patenschaft der Böhringer Ingelheim Gmbh, die mit ihrem finanziellen Engagement große unternehmerische und gesellschaftliche Weitsicht bewies. Im Rahmen der Zusammenarbeit konnte das pädagogische Fachpersonal so geschult werden, dass es Hinweise auf eine kindliche Begabung oder Hochbegabung sicher erkennen und die betroffenen Kinder entsprechend fördern kann – unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund.

Nach kurzer Zeit entwickelte sich die Zusammenarbeit der Ingelheimer Kitas und der Stiftung Kleine Füchse zu einem beispielhaften Modellprojekt. Weitere Kitas übernahmen den begabungspädagogischen Ansatz in ihr Konzept, die Rückmeldungen von Erziehern und Eltern fielen durchweg positiv aus.

Seit 2010 finanziert die Stadt Ingelheim die Kooperation komplett aus dem städtischen Haushalt und positioniert sich damit als erste deutsche Gemeinde, die das Konzept der begabungsgerechten Förderung flächendeckend umsetzt. „Mit Freude und großem Interesse sind die Ingelheimer Kindertagesstätten Kooperationspartner im Projekt ‚Begabungen früh erkennen und fördern‘ der Stiftung Kleine Füchse“, betonte der damalige Bürgermeister Ralf Claus. Eine wichtige Fürsprecherin haben die Kleinen Füchse zudem in Sybille Schönherr, Fachberaterin im Amt für Jugend und Soziales der Stadt Ingelheim, die das Modellprojekt von Beginn an begleitet. Überzeugt hat sie unter anderem der integrative Förderansatz, der vorsieht, Kinder mit besonderen Begabungen in ihren bestehenden Gruppen zu fördern und so nachhaltig positiv auf ihre kognitive, aber auch ihre emotionale und soziale Entwicklung einzuwirken.

Die Erfolge unserer Zusammenarbeit können sich durchaus sehen lassen: Mehr als 180 Beratungsgespräche und Diagnostiken mit Familien aus Ingelheim wurden durchgeführt. Über 50 Erzieher und Pädagogen absolvierten die Fortbildung „Begabungspädagogische Fachkraft Stiftung Kleine Füchse“ bislang. In Ingelheimer Kitas profitieren deshalb jedes Jahr etwa 730 Kinder vom Konzept der begabungsgerechten Förderung.

Bürgermeisterin Eveline Breyer, seit 2012 im Amt, betont: „Es ist uns ein Herzensanliegen, allen Kindern von Anfang an die Chance zu eröffnen, ihre Potenziale bestmöglich zu entfalten. Hierbei sehen wir neben Eltern und pädagogischen Fachkräften auch uns als Kommune in der Pflicht. Von der begabungsgerechten Förderung nach dem Modell Kleine Füchse profitieren alle Kinder einer Einrichtung, da jedes Kind mit seinen individuellen Stärken und Schwächen wahrgenommen und begleitet wird.“

Die Kooperation mit der Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung

Ein Modellprojekt für unsere Kooperation mit Stiftungen

Ende 2011 beschloss die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung, mit der Stiftung Kleine Füchse in Kooperation zu treten und damit vor Ort ein beispielhaftes Modellprojekt ins Leben zu rufen. Das Ziel der gemeinsamen Bildungsinitiative: Kitas in der gesamten Region Kirn zu Kompetenzzentren für begabungsgerechte Förderung zu machen und so begabte und hochbegabte Kinder frühzeitig zu erkennen und fördern – unabhängig von ihrem sozialen, kulturellen und finanziellen Hintergrund.

Um dies zu erreichen, wurde das Modell Kleine Füchse in verschiedenen Partner-Kindertagesstätten in der Region etabliert. Hierfür absolvierten die Erzieher und Pädagogen eine berufsbegleitende Fortbildung mit insgesamt 80 modular aufgebauten Unterrichtsstunden. Die Inhalte umfassten Entwicklungs- und Bildungstheorien sowie wie Elternarbeit, Begabungs- und Verhaltensauffälligkeiten oder Kooperationen zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen. Das erlernte Wissen setzten die Teilnehmer anschließend unmittelbar im Praxisalltag um, wobei sie stets auf die beratende Unterstützung der begabungspsychologischen Beratungsstelle der Stiftung Kleine Füchse vertrauen konnten.

Die Rückmeldungen der Erzieher und Erzieherinnen zum Projekt fielen durchweg positiv aus und erreichten auch Kollegen aus anderen Einrichtungen. Dies führte dazu, dass sich bereits nach kurzer Zeit mehrere Kindertagesstätten an die Stiftung Kleine Füchse wandten, um ihre Mitarbeiter ebenfalls schulen und fördern zu lassen. Auch die vielen, dankbaren Rückmeldungen von Eltern entdeckter „kleiner Füchse“ überzeugte die Dr. Wolfgang und Anita Bürkle Stiftung davon, die Kooperation weiter auszubauen.

Die Erfolge der Zusammenarbeit beider Stiftungen können sich durchaus sehen lassen: Mehr als 216 Beratungsgespräche und Diagnostiken mit Familien aus den Regionen Kirn und Idar-Oberstein wurden durchgeführt. Rund 90 Erzieher und Pädagogen absolvierten die Fortbildung zur „Begabungspädagogische Fachkraft Stiftung Kleine Füchse“ bereits. Damit profitieren in von der Bürkle-Stiftung geförderten Kitas jedes Jahr etwa 3.600 Kinder vom Konzept der begabungsgerechten Förderung.

Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender des Kuratoriums der Bürkle Stiftung, fasst die Gründe für die Zusammenarbeit mit der Stiftung Kleine Füchse wie folgt zusammen: „Wichtig für die Entscheidung unserer Stiftung, sich in der Hochbegabtenförderung zu engagieren, war die Erkenntnis, dass hochbegabte Kinder keine ‚Elite‘ sind. Hochbegabung kommt in allen sozialen Schichten vor, doch gerade bei Kindern aus bildungsfernen Familien wird sie weniger oft erkannt und gefördert. Wir wollen mit unserem Modellprojekt besonders die Zukunftschancen dieser Kinder verbessern.“ Die Erfolge des gemeinsamen Projektes für die Region Kirn sowie den deutlich und nachhaltig gesteigerten Stellenwert der Themen „Bildung“ und „Begabung“ dort sprechen für sich.

Stiftung bietet ab sofort digitale Fortbildungsveranstaltungen und Beratung an

Die Stiftung Kleine Füchse bietet Fortbildungen, Elterngespräche, Pädagogische Foren und Elternnetzwerktreffen ab sofort mittels Videokonferenzen auch digital an. Mit dieser Maßnahme will die Stiftung dazu beitragen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und folgt damit den Empfehlungen von Bund und Ländern.

Bei Fragen zu digitalen Veranstaltungen, Elterngesprächen oder bereits vereinbarten Diagnostikterminen können sich Eltern sowie pädagogische Fachkräfte an unsere Beratungsstelle unter 0611 991 76-31 sowie  wenden.

Fortbildungen für Kita-Leitungen und Erzieher

Lernen Sie, „kleine Füchse“ auch in Ihrer Kita zu erkennen und begabungsgerecht zu fördern.

Alle Termine für 2020 zu unseren zertifizierten Fortbildungen sowie zu unseren Basisseminaren finden Sie in unserer aktuellen Fortbildungsbroschüre.

Bens langer Weg zur richtigen Förderung

Sprachlich war Ben* zunächst kein „typisches“ hochbegabtes Kind – er fing erst mit zweieinhalb richtig an zu sprechen und reagierte nicht auf seinen Namen, obwohl er gut hörte. Gleichzeitig benutzte er früh die Spielsachen seines drei Jahre älteren Bruders, löste beispielsweise mit anderthalb schon zielsicher dessen Puzzles.

Als Ben in diesem Alter in die Kita kam, wollte er lieber allein sein als in der Gruppe. Das blieb lange so. Der Junge entwickelte sich zum Außenseiter und schien teils sehr unausgeglichen. Auf der einen Seite war er wissbegierig, erzählte Geschichten nach und wusste immer genau, wem welche Jacke gehörte.

Auf der anderen Seite war er oft unkonzentriert, erledigte Aufgaben nur, wenn er dazu wirklich Lust hatte, stolperte viel, hatte Ängste und bekam sogar Neurodermitis. Später sollte sich herausstellen, dass der Grund dafür psychosomatisch war. In Bens Kopf herrschte ein kreatives Chaos.

Die Eltern gingen mit ihrem Sohn zu sämtlichen Ärzten, aber alle stellten fest, dass er gesund sei. Weder Bens Familie noch wir in der Kita wussten, wie wir die Verhaltensbesonderheiten des Jungen erklären und ihm helfen sollten.

Gerettet hat uns schließlich die Kooperation mit der Stiftung Kleine Füchse. Schon nach dem ersten Fortbildungstag äußerten zwei Kolleginnen die Vermutung, dass Ben möglicherweise hochbegabt sei. Die Eltern waren dem Gedanken gegenüber offen und ließen ihren Sohn in der Begabungspsychologischen Beratungsstelle testen. Das Ergebnis zeigte: Ben ist mit einem weit überdurchschnittlichen IQ hochbegabt. Die Diagnose half uns allen, entspannter mit ihm umzugehen. Wir betrachteten sein Verhalten nun nicht mehr defizitär, sondern gingen auf seine Stärken ein, zum Beispiel, indem wir ihm herausfordernde Spielmaterialien zur Verfügung stellten. Das tut dem gesamten Gruppengefüge gut. Aber das Wichtigste ist: Ben fühlt sich verstanden und wohl in der Kita. Und er freut sich auf seine Einschulung, der auch wir Pädagogen und Bens Eltern nun positiv entgegensehen können.

Gisela Klein, Kita Hargesheim

*Name geändert

Emir: neu in Deutschland und hochbegabt

Ohne die Fortbildung bei den Kleinen Füchsen wäre ich mit Emir* irgendwann aufgeschmissen gewesen. Der Junge hat Migrationshintergrund und besuchte unsere Einrichtung erst seit acht Monaten. Sein Verhalten war sehr auffällig. Unterforderung? Darauf wäre ich ohne mein Fachwissen aus der Fortbildung nie gekommen. Gerade bei Kindern, die aus anderen Ländern nach Deutschland flüchten, neigen wir Erzieher dazu, ihre Verhaltensauffälligkeiten mit schweren traumatischen Ereignissen zu erklären. Unser erstes Ziel ist dann, das Kind in seiner sozial-emotionalen Bindung zu stärken und es natürlich in seiner Sprachentwicklung zu unterstützen.

Dieser Fünfjährige jedoch hatte sich lange Zeit zurückgezogen, wollte nicht sprechen, lag auf dem Teppich und summte Lieder vor sich hin. Zugegeben: Ich glaubte zunächst, dieses Verhalten sei auf seine schweren Lebenserfahrungen zurück zu führen. Doch nach meinem Fortbildungstag über hochbegabte Kinder mit Migrationshintergrund konnte ich bei Emir ganz neue, wertvolle Eigenschaften beobachten. So fiel mir auf, dass er mit den Kindern in einer perfekten Aussprache sowie in vollen Sätzen sprach, doch sobald ein Erwachsener dazu kam, schwieg er. In unserer altersgemischten Gruppe gibt es noch einen anderen Fünfjährigen – viel lieber spielte Emir aber, wenn wir im Außengelände waren, mit den Vorschulkindern.

All diese Beobachtungen schilderte ich meinem Team, und gemeinsam entschieden wir, ihn zeitweise in die Vorschulgruppe zu schicken. Grundlage für diese Entscheidung war eine Analyse-Methode zur gezielten Beobachtung von Stärken und Schwächen, die ich bei den Kleinen Füchsen gelernt hatte. Emir bekam die Möglichkeit, im Gartenprojekt der älteren Kinder teilzunehmen und mit ihnen jeden Mittwoch einen Erlebnispark zu besuchen. Nach nur einigen Tagen konnten wir die ersten Veränderungen erkennen. Emir sprach uns mit einem freundlichen „Guten Morgen“ an und zeigte uns, in wie vielen Sprachen er zählen kann.  Im August wechselte Emir komplett in die Vorschulgruppe. Im Austausch mit seinen neuen Erzieherinnen erfuhren wir, wie er unter anderem seine starke Kommunikationsfähigkeit sowie seine Lernmotivation zeigt.

Emir hat mir gezeigt, wie sehr die Fortbildung zur „Begabungspädagogischen Fachkraft Stiftung Kleine Füchse“ meine Kolleginnen und mich bereichert hat. Mir ist jetzt noch klarer, wie wichtig es ist, jedes Kind individuell zu beobachten, ressourcenorientiert zu handeln und Potenziale zu erkennen statt immer nur auf die Schwächen zu schauen.

Nur Özdemir, Kita Ohlmannstraße, Kirn

*Name geändert