Kindliche Hochbegabung: Web-Dialoge für Eltern

In unseren Web-Dialogen für Eltern gehen unsere Psychologinnen umfassend auf die unterschiedlichen Aspekte kindlicher Hochbegabung ein. Unsere Themen haben wir gezielt auf die Fragen und Problematiken abgestimmt, die Eltern hochbegabter Kinder uns in unserer täglichen Arbeit schildern. Nach einem Impulsvortrag einer unserer Psychologinnen haben Sie die Gelegenheit, zusätzliche Fragen zu stellen sowie sich in der Runde mit anderen Eltern und mit unseren Referentinnen auszutauschen.

Bitte melden Sie sich über unser Online-Formular unter dem jeweiligen Termin an. Der Anmeldeschluss ist jeweils am Tag der Veranstaltung um 12.00 Uhr. Die Teilnehmerplätze sind auf 20 begrenzt und werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Anschließend erhalten Sie per E-Mail den Zugang zum Web-Dialog und eine entsprechende Anleitung. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen 25 €. Mitglieder unseres Kuratoriums nehmen kostenfrei an den Web-Dialogen teil!

Alles, was Sie für die Teilnahme am Web-Dialog benötigen, ist ein internetfähiges Gerät wie PC, Laptop, Tablet oder Handy, das bestenfalls mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet ist. Haben Sie kein Mikrofon und keinen Lautsprecher, können Sie sich auch via Telefon hinzuschalten. Gerne unterstützen wir Sie bei der technischen Einrichtung. Eine kleine Anleitung, wie Sie an unseren ZOOM Videokonferenzen teilnehmen können, finden Sie hier.

Wir freuen uns, Sie zu den Eltern-Web-Dialogen der Stiftung Kleine Füchse begrüßen zu dürfen!

26
Apr
2022

AUSGEBUCHT! Hochbegabt oder hochsensibel? – (K)eine Frage der Definition

19:00 – 21:00
25,00
Online
Zur Anmeldung Details

AUSGEBUCHT! Hochbegabt oder hochsensibel? – (K)eine Frage der Definition

Wollpullover zieht Sina gar nicht gerne an – viel zu kratzig ist der dicke Stoff auf ihrer Haut. In der Grundschule sind ihr häufig zu viele Kinder auf einem Fleck, es ist zu voll, zu laut. Dann hält Sina sich die Ohren zu und zieht sich in die hinterste Ecke des Pausenhofs zurück. Ihre Mitschüler und Lehrkräfte finden das Verhalten seltsam und sagen ihr, dass sie sich nicht so anstellen soll. Auch Sinas Eltern sind manchmal verwundert über Sinas Sensibilität für Sinnesreize oder genervt, wenn sie die Hose aus hartem Jeansstoff wieder nicht anziehen will. Dann aber überrascht Sina alle mit ihren feinsinnigen Beobachtungen. So hat sie etwa beim letzten Familienausflug als einzige die kleine Blume entdeckt, die aus den Ritzen einer Steinmauer gewachsen ist. Und wenn es in der Klasse einem Kind nicht gut geht, ist Sina schnell zur Stelle, um es zu trösten.

Neben kognitiven Besonderheiten bringen begabte und hochbegabte Kinder nicht selten auch besondere Empfindlichkeiten mit, die Eltern und Pädagogen vor ein Rätsel stellen oder verständnislos reagieren lassen können. Da drückt der Schuh überall, der Pulli kratzt, die Bettwäsche juckt und überhaupt: alles ist zu voll, zu laut, zu hell, zu salzig oder zu hektisch. Besonders haarig wird es dann, wenn Ihr Kind nicht nur auf Sinnesreize mit teilweise extremen Reaktionen reagiert, sondern auch im sozialen Umgang sehr feine Antennen zu haben scheint, die zu gehäuften Kränkungen, Zurückhaltung oder gar Rückzug führen.

Was ist eigentlich Hochsensibilität und was hat diese mit Hochbegabung zu tun? Wie kann ich mein Kind darin unterstützen, sich ein dickeres Fell zuzulegen ohne dass es sich verbiegt? Wie kann ich es in seiner Feinsinnigkeit und Empathie stärken und fördern?

Dieses Angebot ist für Eltern mit Kindern aller Altersgruppen geeignet.

11
Mai
2022

Hochbegabte Kinder und ihre Geschwister

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Hochbegabte Kinder und ihre Geschwister

Ben und Luca waren im Kleinkindalter ein Herz und eine Seele. Die beiden Geschwister spielten gemeinsam mit Bauklötzen, erkundeten die Natur und löcherten ihre Eltern mit Fragen. Doch schon seit einiger Zeit gibt es zuhause immer wieder Ärger. Wenn Ben beim „Mensch ärgere Dich nicht“ gegen Luca verliert, schmeißt er wütend die Spielfiguren durch die Gegend und fängt an, seinen Bruder zu beschimpfen. Luca versucht zumeist, sich dazwischenzudrängen, sobald Ben mit einem der Elternteile spielt oder spricht. Die Geschwister stehen in ständiger Konkurrenz.

Anders sieht es bei Jana und Leon aus. Leon ist hochbegabt und besucht zahlreiche Zusatzkurse und Wettbewerbe. Die Familie begleitet ihn häufig zu solchen Veranstaltungen oder spannenden Vorträgen. Doch Jana steht in seinem Schatten. Sie wirkt zurückgezogen, weint häufig und sucht oft die Nähe ihrer Eltern. Diese sind erstaunt, als sie im Gespräch mit Janas Erzieherinnen erfahren, dass Jana in ihrer Kindergartengruppe die Anführerin ist und den Ton angeben will.

Besonders lebhaft und für die Eltern oft nervenaufreibend geht es bei den Schwestern Paula und Ella zu. Paula ist die ältere von beiden und wurde aufgrund ihrer extremen Schüchternheit erst mit knapp sieben Jahren eingeschult, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits recht gut lesen konnte. Mittlerweile ist sie deutlich selbstbewusster, hat Freundinnen in der Klasse und macht ihre Hausaufgaben eigenständig und gewissenhaft. Allerdings gibt es nachmittags immer wieder heftigen Streit zwischen Paula und Ella. Ella ist fünf und möchte unbedingt bei Paulas Hausaufgaben dabeisitzen. Paula stört das, weil Ella ihr in Mathe die Lösungen vorsagt, bevor sie diese selbst ausgerechnet hat. Außerdem will Ella immer versuchen, aus Paulas Buch vorzulesen, obwohl sie das noch gar nicht richtig kann. Wenn es dann zum Streit kommt, fängt Paula irgendwann an, vor Wut zu weinen, während Ella nicht aufhören will, mit der Mutter zu diskutieren, warum sie auch unbedingt in die Schule möchte. Daher haben die Eltern überlegt, Ella auf eine mögliche Hochbegabung testen zu lassen. Sie zögern jedoch, weil sie befürchten, dass Paula dann noch wütender auf ihre kleine Schwester werden könnte, wenn diese so früh eingeschult wird oder durch anderweitige Frühförderung besondere Aufmerksamkeit erhält.

Sicher kennen Sie solche oder ähnliche Situationen auch. Oder beobachten Sie ganz andere Konflikte zwischen Ihren Kindern? Und welche Lösungsideen gibt es?

Dieses Angebot ist für Eltern mit Kindern aller Altersgruppen geeignet.

21
Jun
2022

Sozialkompetenz bei hochbegabten Kindern – Stärke oder Schwäche?

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Sozialkompetenz bei hochbegabten Kindern – Stärke oder Schwäche?

Lisa ist nun schon seit sechs Wochen in der Eingewöhnungsphase für den Kindergarten. Doch noch immer klammert sie sich jeden Morgen zunächst an ihren Vater, der sie bringt, und dann den ganzen Tag an ihre Bezugserzieherin. Sie schaut weg, wenn andere Kinder sie zum gemeinsamen Spielen einladen, fängt an zu weinen, wenn sie im Morgenkreis angesprochen wird und spricht kaum. Sehr gerne zieht sie sich zum Puzzlen in eine ruhige Ecke zurück.

Ganz anders Tim, der schon mit zwei Jahren von der Krippe in den Kindergarten gewechselt hat, weil er so lange danach gefragt und sich schließlich dem Krippenablauf verweigert hat, bis auch seine Eltern und die Kitaleitung damit einverstanden waren. Der Übergang klappte fließend, nun ist Tim der Anführer einer Gruppe von Jungs und bestimmt meist die Spielregeln. Da er so tolle Ideen hat und so viel weiß, folgen die anderen Kinder meistens seinem Vorbild. Ella, fünf Jahre alt, ist ebenso beliebt bei den anderen Kindern. Im Gegensatz zu Tim ist sie jedoch sehr ruhig und zurückhaltend. Sie beobachtet immer alles ganz genau und merkt auch, wenn andere sich nicht wohlfühlen. Sie findet Tim zu dominant und vorlaut. Schon oft hat sie ihn gefragt, warum er nicht auch mal andere bestimmen oder etwas sagen lässt. Neulich hat sie Lisa dabei entdeckt, wie diese verloren neben der Bauecke saß und sich nicht getraut hat, sich die Kristallbausteine zu nehmen, die sie die ganze Zeit schon interessiert mit den Augen gestreift hatte. Etwas entfernt von ihr spielte Tim mit zwei anderen Kindern auf dem Bauteppich und bemerkte Lisa gar nicht. Ella tat das furchtbar leid und sie fragte Lisa vorsichtig, ob diese mit ihr zusammen etwas bauen wolle. Lisa nickte leise und als Ella sich dazugesellt hatte, bezog Tim bald auch die beiden Mädchen mit ins Spiel ein.

Hochbegabte Kinder verhalten sich oft auch im sozialen Umgang auffallend. Oft sind sie entweder besonders aufgeschlossen und selbstbewusst oder sie sind sehr zurückhaltend und ängstlich.

Was hat das mit Sozialkompetenz zu tun? Was genau versteht man eigentlich darunter?
Wie steht es um die Sozialkompetenz bei hochbegabten Kindern?
Wie kann ich mein Kind bei der Entwicklung der Sozialkompetenz unterstützen?

Dieses Angebot ist für Eltern mit Kindern aller Altersgruppen geeignet.

12
Jul
2022

Stressmanagement und Kommunikation im Umgang mit begabten Kindern

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Stressmanagement und Kommunikation im Umgang mit begabten Kindern

6:30 Uhr morgens, irgendwo in Deutschland. Die ganze Familie sitzt schon beim Frühstück, nur Timo hört man in seinem Zimmer lautstark die Legosteine in die Kiste werfen, begleitet von fluchenden und schimpfenden Ausrufen. Keiner habe ihm gesagt, dass er noch vor dem Kindergarten sein Zimmer aufräumen sollte. Und nun habe er keine Zeit dazu, so hat Timo argumentiert, bis seine Mutter wütend geworden ist und ihn zurück in sein Zimmer geschickt hat. Schließlich war die Aufräumaktion schon seit Tagen Thema.

Auch bei Emil ist die Stimmung in der Familie häufig geladen. Er ist immer gerne in den Kindergarten gegangen. Nun hat er in der Vorschulgruppe eine andere Erzieherin. Schon lange hatte er sich auf den Schulbeginn gefreut und nun kommt er, ganz entgegen der Erwartung, jeden Tag genervt aus dem Kindergarten heim, zieht sich in sein Zimmer zurück und will in Ruhe gelassen werden. Alles, was er vorher nachmittags gerne gemacht hat, möchte er nun nicht mehr tun. Manchmal schaut er nur noch Löcher in die Luft oder will fernsehen, obwohl er weiß, dass er das nur am Wochenende darf.

Was sind häufige Stressauslöser bei hochbegabten Kindern? Wie lässt sich der Stress reduzieren? Welche Rolle spielt Kommunikation dabei?

Dieses Angebot ist für Eltern mit Kindern aller Altersgruppen geeignet.

24
Aug
2022

Wie schlau ist hochbegabt? Intelligenzdiagnostik – ihr Nutzen und ihre Grenzen

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Wie schlau ist hochbegabt? Intelligenzdiagnostik – ihr Nutzen und ihre Grenzen

Marlon ist anders als die übrigen Kinder in seinem Alter. Er denkt dauernd nach, weiß alles besser und korrigiert sogar Erwachsene. Seine Eltern, seine Erzieherinnen, selbst die Nachbarn der Familie sind überzeugt, dass Marlon schlauer ist als „normal“. Aber wie intelligent ist er wirklich? Was ist normal? Was ist hochbegabt, was einfach „nur clever“? Wie misst man Intelligenz und was sagt ein Test über Marlons Fähigkeiten und sein Verhalten aus? Kann er den Eltern Nutzen bringen oder schadet er vielleicht sogar ihrem Kind? Wie läuft sowas ab? Und was fängt man mit einem Testergebnis an?  

Wenn begabte und hochbegabte Kinder sich mit ihrem Potenzial nicht wahrgenommen fühlen oder sich in ihrem Lebens- und Lernumfeld nicht frei entfalten können, kann das unter Umständen Folgen für deren Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung haben.

Wann macht ein Intelligenztest Sinn und was sagt das Ergebnis über mein Kind aus?

Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Eltern mit Kindern im Alter von 4 bis 12 Jahren.

14
Sep
2022

Das Märchen vom bösen Computer – geeignete Lern- und Spiel-Apps für Kinder

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Das Märchen vom bösen Computer – geeignete Lern- und Spiel-Apps für Kinder

Ida ist 4 und berichtet ihren Freundinnen und den Erzieherinnen regelmäßig von den Spielen, mit denen sie sich zuhause am Tablet beschäftigen darf. Emely, Idas 5-jährige beste Freundin, darf daheim weder fernsehen noch ein Tablet benutzen und fühlt sich deswegen ungerecht behandelt. Immer wieder gibt es bei Emely zuhause Diskussionen über die Nutzung digitaler Medien.

In Antons Familie werden Computer, Tablet und Handy zwar selbstverständlich genutzt, es kommt jedoch zu häufigeren Diskussionen über die Auswahl der Medien, da die vier Geschwister unterschiedlich alt sind und die Eltern den Konsum dementsprechend angemessen steuern möchten. Gerade Anton, der Jüngste, ist hochbegabt und bewältigt mühelos dieselben Level so mancher Lernspiele wie seine älteren Schwestern, die bereits die Grundschule besuchen. Nun möchte er auch die Computerspiele des ältesten Sohnes mitspielen, die jedoch erst für deutlich ältere Kinder empfohlen werden.

Ab welchem Alter sind digitale Medien grundsätzlich geeignet? Was und wie viel an Medienkonsum ist ratsam? Worauf ist hier bei hochbegabten Kindern besonders zu achten? Welche Lern- und Spiel-Apps gibt es für hochbegabte und vielseitig interessierte Kinder?

Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Eltern mit Kindern ab einem Alter von 6 Jahren.

18
Okt
2022

Wohin mit der Wut oder Die Kunst, am Boden zu bleiben

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Wohin mit der Wut oder Die Kunst, am Boden zu bleiben

Malen macht Nikolas gar keinen Spaß. Wenn es darum geht, diese Aktivität zu vermeiden, wird er sehr kreativ und findet viele Ausflüchte, um sich aus der entsprechenden Situation zu ziehen. Muss er doch einmal zum Stift greifen, passiert es nicht selten, dass schon bald Papier und Stifte durch die Gegend fliegen. Paula fängt erst gar nicht mit ihren Hausaufgaben an. Kaum hat ihre Mutter dieses Wort erwähnt, gerät Paula in Rage. Noch schwerer haben es die Eltern von Mika. Er rastet regelmäßig völlig unerwartet aus und ist dann kaum mehr zu beruhigen. Seine kleine Schwester kreischt dann ebenfalls mit und manchmal kommt es zwischen den beiden auch noch zu Handgreiflichkeiten. Kraft und Nerven liegen da schnell brach.

Woher kommt diese oft unbändige Wut bei (nicht nur) hochbegabten Kindern? Wie kann man die Kinder während eines Wutanfalls unterstützen? Und wie kann es gelingen, Wut in konstruktive Energie umzuwandeln?

Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Eltern mit Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren.

17
Nov
2022

Nichts gegen Spielsucht – herausfordernde Spielideen für Hochbegabte

19:00 – 21:00
25,00
Online
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Nichts gegen Spielsucht – herausfordernde Spielideen für Hochbegabte

Die x-te Runde Uno, zum wiederholten Mal Elfer raus und dann noch Memory……! Oft sind hochbegabte Kinder von bekannten altersüblichen Spielen schnell gelangweilt oder reagieren gar von vorneherein genervt, wenn ihnen ein solches in der Kindertagesstätte, in der Schulkindbetreuung, im Hort oder zuhause mit jüngeren Geschwistern angeboten wird. Dankbar nehmen sie Schach, Mühle oder Die Siedler von Catan an und lernen diese in Windeseile. Doch auch hochbegabte Kinder unterscheiden sich bezüglich ihrer Neigungen, ihrer Wettbewerbsorientierung und ihres Ehrgeizes beim Spiel sehr.

Welche herausfordernden Spiele und Spielideen gibt es? Wie können sie variiert werden? Und: Muss es immer ein gekauftes, „fertiges“ Spiel sein? Gemeinsam wollen wir uns hierüber austauschen und Ideen sammeln.

Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Eltern mit Kindern ab einem Alter von 6 Jahren.

12
Dez
2022

Hochbegabte Kinder und ihre Geschwister

19:00 – 21:00
25,00
Online
Zur Anmeldung Details

Hochbegabte Kinder und ihre Geschwister

Ben und Luca waren im Kleinkindalter ein Herz und eine Seele. Die beiden Geschwister spielten gemeinsam mit Bauklötzen, erkundeten die Natur und löcherten ihre Eltern mit Fragen. Doch schon seit einiger Zeit gibt es zuhause immer wieder Ärger. Wenn Ben beim „Mensch ärgere Dich nicht“ gegen Luca verliert, schmeißt er wütend die Spielfiguren durch die Gegend und fängt an, seinen Bruder zu beschimpfen. Luca versucht zumeist, sich dazwischenzudrängen, sobald Ben mit einem der Elternteile spielt oder spricht. Die Geschwister stehen in ständiger Konkurrenz.

Anders sieht es bei Jana und Leon aus. Leon ist hochbegabt und besucht zahlreiche Zusatzkurse und Wettbewerbe. Die Familie begleitet ihn häufig zu solchen Veranstaltungen oder spannenden Vorträgen. Doch Jana steht in seinem Schatten. Sie wirkt zurückgezogen, weint häufig und sucht oft die Nähe ihrer Eltern. Diese sind erstaunt, als sie im Gespräch mit Janas Erzieherinnen erfahren, dass Jana in ihrer Kindergartengruppe die Anführerin ist und den Ton angeben will.

Besonders lebhaft und für die Eltern oft nervenaufreibend geht es bei den Schwestern Paula und Ella zu. Paula ist die ältere von beiden und wurde aufgrund ihrer extremen Schüchternheit erst mit knapp sieben Jahren eingeschult, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits recht gut lesen konnte. Mittlerweile ist sie deutlich selbstbewusster, hat Freundinnen in der Klasse und macht ihre Hausaufgaben eigenständig und gewissenhaft. Allerdings gibt es nachmittags immer wieder heftigen Streit zwischen Paula und Ella. Ella ist fünf und möchte unbedingt bei Paulas Hausaufgaben dabeisitzen. Paula stört das, weil Ella ihr in Mathe die Lösungen vorsagt, bevor sie diese selbst ausgerechnet hat. Außerdem will Ella immer versuchen, aus Paulas Buch vorzulesen, obwohl sie das noch gar nicht richtig kann. Wenn es dann zum Streit kommt, fängt Paula irgendwann an, vor Wut zu weinen, während Ella nicht aufhören will, mit der Mutter zu diskutieren, warum sie auch unbedingt in die Schule möchte. Daher haben die Eltern überlegt, Ella auf eine mögliche Hochbegabung testen zu lassen. Sie zögern jedoch, weil sie befürchten, dass Paula dann noch wütender auf ihre kleine Schwester werden könnte, wenn diese so früh eingeschult wird oder durch anderweitige Frühförderung besondere Aufmerksamkeit erhält.

Sicher kennen Sie solche oder ähnliche Situationen auch. Oder beobachten Sie ganz andere Konflikte zwischen Ihren Kindern? Und welche Lösungsideen gibt es?

Dieses Angebot ist für Eltern mit Kindern aller Altersgruppen geeignet.